Junger Rat für Frank-Walter Steinmeier - ein Schulprojekt gegen Politikverdrossenheit
"Wenn man etwas verändern will, muss man wissen, wie es
funktioniert. Und das geht am Besten, wenn man selbst mitmacht."
Schülerinnen und Schüler werden zu Politikberatern. Sie bearbeiten eine
Alltagsfrage des Abgeordneten. So fragen sie sich beispielsweise, wie der
Ausbildungspakt in Brandenburg an der Havel wirkt oder ob Deutschland
Mindestlöhne braucht. Als handlungsorientierter Unterricht (HOT) wird das
Projekt in den Unterricht eingebunden.
In der Praxis:
Das Projekt "Junger Rat für Frank-Walter Steinmeier" funktioniert
unkompliziert: Die Klasse bewirbt sich in meinem Bürgerbüro. Gemeinsam mit dem
Lehrer wird dann ein Thema festgelegt - damit ist die Vorbereitungsphase
abgeschlossen.
Während der Durchführungsphase geht Frank-Walter Steinmeier in den Unterricht
und stellt sich und seine Arbeit als Politiker vor. Die Schülerinnen und
Schüler haben die Gelegenheit viele Fragen zu stellen. Zusätzlich wird die
Themenstellung erläutert und der weitere Verlauf des Projektes besprochen. Es
folgt eine vier- bis sechswöchige Themenarbeit in der Schulklasse. Danach
besucht die Klasse in einem Gegenbesuch den Abgeordneten im Deutschen
Bundestag.
In einer Diskussion werden die Ergebnisse und Ratschläge dem Abgeordneten
vorgestellt. Die Auswertungsphase wird abgeschlossen, indem die Schülerinnen
und Schüler ein Teilnahmezertifikat ausgestellt bekommen, das auch bei
Bewerbungen verwendbar ist. Am Projekt können Schulklassen ab der
Jahrgangsstufe neun aus Haupt- und Realschulen, Gymnasien und beruflichen
Schulen teilnehmen. Engagierte Lehrer begleiten das Projekt von der ersten
Projektidee an. Die Koordinierung des Projektes sollte vom Bürgerbüro in
Verbindung mit der Schulleitung erfolgen.
Ein Beispiel:
Die neunte Klasse des Pforzheimer Wirtschaftsgymnasiums - fragte sich, welche
Globalisierungstendenzen es bei Unternehmen in der Region gibt. Mit Hilfe eines
selbst erstellten Fragebogens besuchten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen
zahlreiche Unternehmen. Häufig übernahm die Firmenleitung selbst die
Beantwortung der Fragen. Fast alle Schüler waren zum ersten Mal in einem
produzierenden Unternehmen. Sie waren erstaunt, wie viel Hintergrundarbeit für
eine solche Fragestellung notwendig ist.
Politikverdrossenheit nicht hinnehmen
Frank-Walter Steinmeier: "Ich sehe das Projekt als
wichtigen Schritt, Politikverdrossenheit bei Jugendlichen nicht einfach
hinzunehmen. Im Mittelpunkt steht, die Jugendlichen für Politik zu begeistern
und das erreicht man am besten in dem sie mitmachen können. Den jungen Leuten, die ich in den Schulklassen
treffe, ist keine Politikverdrossenheit anzumerken. Die Jugendlichen fragen
nicht nur breit politisch nach, sondern hinterfragen auch die Arbeit von
Politikern."
Wenn Sie bei junger Rat für Frank-Walter Steinmeier mitmachen wollen, melden
Sie sich in meinem Bürgerbüro.

