|

Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier
14.11.2011

Weitlings Sommerfrische

Der Schriftsteller Sten Nadolny weilte auf Einladung von Frank-Walter Steinmeier am Freitag in Brandenburg an der Havel, um aus seinem Buch "Selim oder die Gabe der Rede" vorzulesen. Das Buch erzählt von der ersten Generation junger Türken in Deutschland und dem neunzehnjährigen Studenten Alexander aus Rosenheim. Als promovierter Historiker und Politikwissenschaftler schaffte es Sten Nadolny in gemütlicher Runde, die Zuhörer in die Figuren zweier ganz unterschiedlicher Kulturen eintauchen zu lassen.

Mit seinem Buch hat er einen Zeitroman deutscher Geschichte geschaffen, bei dem seine Sprache, trotz des erzählenden Ernstes, humorvoll bleibt. Man begegnet der Studentenbewegung der 1960er Jahre in Berlin-West  genauso wie dem jungen Türken Selim, der ein begabter Redner ist.

Aus Zugabe las Sten Nadolny aus seinem bisher unveröffentlichten Manuskript "Weitlings Sommerfrische", in der er das begeisterte Publikum mit an den Chiemsee nahm. In der autobiografischen Erzählung schreibt der 69-Jährige über den Berliner Richter a.D. Wilhelm Weitling und über dessen Gebrechen, wie Bandscheibenschmerzen, Rheuma und Arthrose, die urplötzlich verschwinden, als während eines Unwetters beim Segeln auf dem See etwas Merkwürdiges passiert: Der Ruheständler wird in seine Jugend versetzt.

Im Anschluss bedankte sich Frank-Walter Steinmeier als Vorsitzender des Kulturvereins Brandenburg bei Sten Nadolny für die großartige Lesung und warb für Spenden für das Denkmal, das der Verein dem kürzlich verstorbenen Vicco von Bülow, auch als Loriot bekannt, widmen möchte.

Mit der Lesung des Journalisten Werner Sonne am Freitag, dem 9. Dezember 2011, um 19:30 Uhr im Domstiftsgut Mötzow setzt der Brandenburger Kulturverein die Veranstaltungsreihe fort.

Schreiben Sie mir!


Bitte füllen Sie alle Felder aus, die mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet sind.

Kontaktdaten
Ihre Nachricht
Einverständniserklärung